
Das Max-Planck-Institut für Plasmaphysik (IPP) erforscht die Grundlagen für ein Kraftwerk, das – ähnlich wie die Sonne – Energie aus der Verschmelzung leichter Atomkerne gewinnen soll.
1. Messmodul e.bloxx A5-1CR für die Erfassung von Tieftemperaturen
Zur Messung niedriger Temperaturen ab 3 Kelvin wurden spezielle kryogene Sensoren der Typen Cernox und TVOl verwendet. Diese Sensoren weisen besondere Eigenschaften auf: Ihr Widerstand beträgt bei 3 Kelvin etwa 3.000 bis 8.000 Ohm und sinkt bei Raumtemperatur auf etwa 30 bis 100 Ohm.
2. Messmodul A101IPP
Für die Dehnungsmessung an den Spulenkörpern werden spezielle Tieftemperatur-DMS in Halbbrückenschaltung verwendet. An die Messverstärker wurden im Laufe der Zusammenarbeit immer wieder neue, aus den Erkenntnissen der Versuchsreihen gewonnene Anforderungen gestellt.
Da sich die DMS in einem starken Magnetfeld von bis zu 6 Tesla befindet, kam im ersten Ansatz die Trägerfrequenztechnik zum Einsatz. Dabei zeigte sich durch den Mikrofonie-Effekt allerdings ein Vibrieren in den Messleitungen (Wechselstrom im Magnetfeld). Außerdem gilt auch hier, den Leistungsverbrauch an den Halbbrücken zu minimieren. Die Lösung war eine getaktete Brückenspeisespannung, die durch spezielle Filter ein sanftes Ein- und Ausschalten und damit ein kleines dU/dt gewährleistet.
Die Testreihen waren fast erfolgreich, als sich herausstellte, dass durch die speziellen Legierungen an den Stromdurchführungen im Plasmagefäß, Thermospannungen an den Kontaktstellen auftraten, die an die Signalspannungen der DMS heranreichten. Ziel war dann die Kompensation dieser Thermospannungen, um eine reine Dehnungsmessung zu gewährleisten. Der bereits festgelegte Messzyklus wird um eine weitere Messung der Thermospannung während der Pause der DMS-Messung bei abgeschalteter Speisespannung ergänzt.
3. Messmodul A107IPP
An rund 1.000 weiteren Pt-100-Messstellen kommen modifizierte A107IPP –Q.bloxx-Module zum Einsatz.
Bei einer Anzahl von über 2.000 Messstellen spielt der benötigte Raum ebenfalls eine Rolle. Bei einer Breite von 25 mm bietet das Hutschienenmodul Q.bloxx A101IPP zwei und das Modul Q.bloxx A107IPP vier Messkanäle.
Die Module sind in Gruppen über eine schnelle serielle RS485 Verbindung an mehrere Test.Controller Q.gate angeschlossen. Dort werden alle Daten synchron erfasst, mit einem Zeitsignal versehen und über ein gemeinsames Messnetz an einen Server geschickt.
Derzeit werden die Messsysteme montiert, der Testbetrieb des zukunftsweisenden Fusionsreaktors soll 2014 starten.
Die Nutzung der Kernfusion als neue, umweltfreundliche Energiequelle könnte sich als Wendepunkt in der Diskussion um den steigenden Energiebedarf in Schwellenländern, die Endlichkeit fossiler Energieträger und die Problematik des CO2-Ausstoßes erweisen.
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