Das Vasa-Museum in Stockholm beherbergt die Vasa, ein schwedisches Kriegsschiff aus dem 17. Jahrhundert, das 1961 vom Meeresboden geborgen wurde. Sie ist fast vollständig erhalten und damit sowohl kulturelles Symbol als auch Forschungsplattform im Originalmaßstab für Schiffbau, Materialwissenschaft und Unterwasserarchäologie. Doch die Erhaltung eines 400 Jahre alten Eichenrumpfs an Land ist eine große strukturelle Herausforderung: Ohne Auftrieb wird das Gewicht des Schiffs über einzelne Stützpunkte in die Konstruktion eingeleitet, und eine langsame Verformung wurde bereits nachgewiesen.
Um die Vasa für zukünftige Generationen zu schützen, ersetzt das Museum die ursprüngliche Ausstellungsstütze durch ein verstellbares Stützensystem aus Stahl.
Dieses System ist mit einer Echtzeit-Kraftüberwachung und einer langfristigen Lösung für Structural Health Monitoring (SHM) ausgerüstet.
